Stellungnahme der AG City zur Sperrung des Kudamms
und Tauentzien zur WM 2006
Nach den Pressemeldungen vom 5. und 6. Oktober 2005, den
Kudamm und den Tauentzien zur WM 2006 zu sperren, reagierte
der Vorstandsvorsitzende der AG City, Kurt Lehrke, mit einem An-
schreiben an die Bezirksbürgermeisterin Monika Thiemen und an den
stellvertretenden Bezirksbürgermeister Klaus-Dieter Gröhler.
Herr Lehrke nahm am 05.10.2005 unter anderem im RBB – Berliner Abendschau und
im FAB in einem Live-Interview Stellung zu diesem Thema. Kurt Lehrke: „Es
werden überwiegend internationale Gäste Berlin besuchen, die von
Hauptsponsoren als VIP-Gäste eingeladen werden. Die Fußball-Weltmeisterschaft
darf nicht zu einer Partyver-
anstaltung entgleiten. Wir haben vielmehr Sorge zu tragen, dass sich der Kurfürstendamm
so authentisch wie möglich darstellt. Daher sollten sich die Veranstaltungen
nur auf den Breitscheidplatz kon-
zentrieren und das auf hohem Niveau, dazu zählen neben gehobener Gastronomie
auch Kompetenz, Service und Freundlichkeit.
Die AG City vertritt die Interessen der Einzelhändler, Unternehmen und Anrainer
und ist gegen die geplante Sperrung des Kudamms und Tauentzien zur WM 2006.“
Gern informieren wir Sie über dieses Thema in unserem nächsten
Newsletter.
Keine Sperrung von Kudamm und Tauentzien zur WM 2006
Die IHK Berlin spricht sich gegen eine Sperrung von Kudamm und Tauentzienstraße
während der Fußball-WM 2006 aus. Davon wären hunderte Händler, aber auch
Busunternehmer betroffen, die von der City West aus Stadtrundfahrten anbieten.
„Wir befürchten massive wirtschaftliche Nachteile für die Firmen“, betonte
heute der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Christian Wiesenhütter.
Das
Vorhaben des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf zur WM 2006 ist mit den
Unternehmern nicht abgesprochen. „Die IHK Berlin versucht bereits seit zwei
Wochen, eine Stellungnahme des zuständigen Baustadtrats Klaus-Dieter Gröhler
zu erhalten“, erklärte Wiesenhütter. Der Baustadtrat habe jedoch bisher
nicht reagiert.
Wiesenhütter
mahnte den Bezirk, solche Entscheidungen wie die De-Facto-Sperrung der
westlichen Innenstadt nicht ohne Rücksprache mit den Unternehmen zu treffen. Er
forderte Baustadtrat Gröhler sowie den Wirtschaftsstadtrat Bernhard Skrodzki
auf, mit den Unternehmern vor Ort ein Konzept für die City West während der
FIFA WM 2006 zu erarbeiten.
Pressemitteilung der IHK Berlin vom 5. Oktober 2005
Donnerstag, 6. Oktober 2005
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IHK und AG City gegen Sperrung des Kudamms
Die
Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin spricht sich gegen eine Sperrung
von Kudamm und Tauentzien während der Fußball-WM 2006 aus. Davon wären
Hunderte Händler, aber auch Busunternehmer betroffen, die von der City
West aus Stadtrundfahrten anbieten. "Wir befürchten massive
wirtschaftliche Nachteile für die Firmen", so Christian Wiesenhütter,
stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer. Das Vorhaben des Bezirks
Charlottenburg-Wilmersdorf zur Fußball-WM sei mit den Unternehmern nicht
abgesprochen. "Die IHK Berlin versucht bereits seit zwei Wochen, eine
Stellungnahme des zuständigen Baustadtrats Klaus-Dieter Gröhler zu
erhalten", sagt Wiesenhütter. Bisher jedoch vergeblich. Ähnlich verärgert
äußert sich der Vorstandsvorsitzende der AG City, Kurt Lehrke. Es sei
ein Unding, daß sich jetzt auch noch die Bürgermeisterin Monika Thiemen
(SPD) hinter diese Pläne stelle, "ohne vorher ein einziges Mal mit
uns zu sprechen". Die AG City vertritt 180 Geschäftsleute in der
westlichen Innenstadt. Lehrke, der zudem Generaldirektor des Palace-Hotels
ist, verweist auch auf touristische Aspekte: "Die Touristen wollen
eine authentische Stadt erleben und keine Biermeile mit fliegenden Händlern
und Wurstbuden." Zur WM reise ein "hochkarätiges Publikum"
an, das mit solchem Budenzauber nicht vertrieben werden dürfe, zürnt er.
An das Bezirksamt habe er gestern einen deutlichen Brief geschrieben. Auch
Wiesenhütter forderte Baustadtrat Gröhler sowie den Wirtschaftsstadtrat
Bernhard Skrodzki (FDP) auf, mit den Unternehmern vor Ort ein Konzept für
die City West während der Fifa WM 2006 zu erarbeiten.
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