Aktuelles |
||
|
Kritik wird lauter: Zoo nicht abkoppeln CDU sammelt Unterschriften für Bürgerbegehren Von Brigitte Schmiemann Die Stimmung war aufgeheizt, die Podiumsteilnehmer redeten Tacheles: Bei der Diskussion über den Bahnhof Zoo am Mittwochabend im Hotel Palace an der Budapester Straße fehlte allerdings die Deutsche Bahn, der die Kritik galt. "Ich hätte sie gern begrüßt, aber die Ansprechpartner scheinen abgetaucht zu sein. Das haben die Berliner nicht verdient", kritisierte Gastgeber Kurt Lehrke, Vorstandsvorsitzender der AG City. CDU-Landesvorsitzender Ingo Schmitt deutete die Absicht der Bahn, Fernzüge am Zoo vorbeizuleiten, als "einseitige Abänderung" von vereinbarten Konzepten, mit der sich die Bundesregierung beschäftigen müsse. Die CDU Charlottenburg-Wilmersdorf hat zudem ein Bürgerbegehren initiiert und sammelt Unterschriften, damit der Bahnhof Zoo als Fernbahnhof erhalten bleibt. Zunächst müssen zwei Prozent der rund 220 000 Wahlberechtigten im Bezirk (4400) unterschreiben. Dann kann beantragt werden, daß die Bezirksverordneten-Versammlung ein Bürgerbegehren organisiert. Dafür sind zehn Prozent der Wahlberechtigten (22 000) nötig. Der Fahrgastverband Igeb unterstützt die Aktion. Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU) warf dem Bahnchef Gutsherrenart vor und zitierte aus einem Brief Mehdorns an den Bezirk. Herr Mehdorn habe seinen Plan, am Zoo keine Fernzüge mehr halten lassen zu wollen, unter anderem damit begründet, daß "der freie Blick auf das Regierungsviertel und die Spree sehr viel erfreulicher ist als das Ambiente diverser Geschäfte in der Joachimstaler Straße oder Kantstraße". Dabei sei es gerade die Bahn, die den Hardenbergplatz mittlerweile zur "Rumpelbude" mit nicht genehmigten Fisch- und Waffelständen habe verkommen lassen. Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen, wertete das Vorgehen der Bahn als nicht mehr zeitgemäße Planwirtschaft: "Dienstleistung und Service werden zwangsweise reduziert, um die Menschen zu ihrem Glück zu zwingen. Wir halten die Planung für ausgesprochen schädlich." ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() zurück |